Veranstaltung

Die Kirche St. Martin und ihre Stuckaturen.

Veranstaltungsreihe Zuger Heimatschutz: Baufachwissen

Die Kirche St. Martin und ihre Stuckaturen

Datum/Zeit 
Mittwoch, 17. Juni 2026, 17 Uhr bis 19 Uhr 

Treffpunkt
Pfarrkirche St. Martin, Baar 

Experten
Hans-Peter Bart, pens. Kirchenschreiber Kirche St. Martin
Ueli Hotz, Sakristan, Kirche St. Martin
Antonio Pungitore, Stuckateur, Knöchel und Pungitore AG 

Anmeldung
bis 10. Juni 2026 per Mail oder Brief (info@zugerheimatschutz.ch / Zuger Heimatschutz, Postfach, 6302 Zug) mit Angaben zu Name, Vorname, Adresse, Telefon, Email  
(Platzzahl beschränkt)

Die Kirche St. Martin zählt zu den ältesten sakralen Bauwerken im Kanton Zug. Bereits1045 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt. Bis ins späte 18. Jahrhundert erfuhr sie zahlreiche bauliche Veränderungen:
Nach einem Brand im 14. Jahrhundert wurde die Grundfläche verdreifacht, 1557 ein innovativer, bis heute bemerkenswerter Dachstuhl errichtet und 1646 eine Orgel eingebaut.

Angesichts einer bevorstehenden bischöflichen Visitation beschloss die Gemeinde 1769, das Kirchenschiff im Stil des Rokoko neu zu gestalten. Die Tiroler «Stuckhador arbeyther» Josef Scharpf und Antoni Kotz wurden beauftragt, die Fenster zu vergrössern, eine Gipsdecke mit Quadratur- und Stuckaturen zu schaffen und gemeinsam mit einem «fresco mahler Schueler» neue Deckenbilder anzubringen. Auch die bestehende Empore erhielt eine prächtige Stuckverkleidung.

In dieser Veranstaltung führen Hans-Peter Bart und Ueli Hotz in die Bau- und Restaurierungsgeschichte der Kirche ein. Anschliessend ermöglicht Antonio Pungitore einen praxisnahen Einblick in das traditionsreiche Handwerk des Stuckateurs.

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Zuger Zeitung, 2 Juli 2026