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Die Zukunft der Metalli interessiert die Zuger:innen

Über 30 Personen nahmen am 18. April an einer Führung zur Metalli teil. Sie wollten erfahren, was sie einzigartig und schützenswert macht. Eingeladen hatte der Zuger Heimatschutz, der sich für einen respektvollen Umgang mit historischer und zeitgenössischer Baukultur einsetzt.

Der Design- und Architekturhistoriker Cyril Kennel führte durch das 1986 erstellte Areal. Die Planung lag beim Büro Hafner & Wiederkehr. Der bekannte Zuger Architekt Leo Hafner und sein Team zeigten sich offen für neue architektonische Strömungen, die sich von einem engen Funktionalismus der Moderne abwandten. So entstand ein postmodernes, hofartiges Stadtquartier mit einer gegen die Baarerstrasse geschlossenen, jedoch feinmassstäblichen Blockrandfassade in klassischer Dreiteilung. Bewusst setzte Hafner damit ein akzentuiertes Gegenbild zu den gegenüberliegenden Bauten.

Das Herzstück bildet eine Trilogie aus dem Platz im Süden, dem Bärenplatz im Norden und der grosszügigen Galerie als verbindendem Element. Zusammen mit weiteren Plätzen entsteht ein differenziertes Raumgefüge, dass sowohl an Marktplätze als auch an urbane Strukturen des 19. Jahrhunderts erinnert. 

Die Metalli arbeitet mit vielfältigen Zitaten: Sprossenfenster greifen einen Urtyp des Fensters auf, Glasgewölbe sowie deren zeichenhaft ausformulierten Tragwerke verweisen nicht nur auf die frühere Metallwarenfabrik, sondern auch auf die grossen Galerien in Mailand oder Paris. Dazu kommen Pop-Elemente wie expressive Leuchtkörper und humorvoll platzierte Balkone.  

Ein Rundgang um die Metalli zeigte: jede der vier Fassaden ist anders gestaltet. Gerade auch im Zusammenspiel mit Laubenhof, Parkhotel und Résidence Park wird deutlich, dass hier ein städtebauliches Ensemble entstanden ist.

Cyril Kennel betonte die Bedeutung der Metalli als ausserordentlichen und grössten Zeitzeugen der Postmoderne in der Deutschschweiz. Nicht ohne Grund steht das Gebäude auf der Roten Liste des Schweizer Heimatschutzes. Eine Zerstückelung würde das architektonische Gesamtwerk zerstören.

Bericht

Medienmitteilung vom 22. April 2026

2. Führung

Informationen zur 2. Führung am 30.5.2026 / 9:30 Uhr

Flyer

Einladung zum Podiumsgespräch des Bauforum Zug
Dienstag 12.5.2026 / 18:30 Uhr
GIBZ Aula, Baarerstrasse 100, 6300 Zug